Kernölradln auf der Mur
- 4 Nächte in der Unterkunft Ihrer Wahl inklusive Frühstück
- 1 Genuss am Fluss Korb & 1 Radkarte (pro Zimmer)
- 1 Bootsfahrt auf der Mur
- 3-Stunden-Karte für die Parktherme
4 Nächte / 5 Tage ab € 145,-
Gültig von 1. April bis 31. Oktober 2012
Mit dem Rad zu Wein, Jause und Therme
- 3 Nächte in der Unterkunft Ihrer Wahl inklusive Frühstück
- 1x Buschenschankjause
- 2 Tage E-Bike
- 1x Radkarte (pro Zimmer)
- 3-Stunden-Karte für die Parktherme
3 Nächte / 4 Tage ab € 109,-
Gültig von 1. April bis 31. Oktober 2012
Handel, Handwerk und Gewerbe
Am Schnittpunkt wichtiger Handelsstraßen gelegen, entwickelte sich Radkersburg bis zum Spätmittelalter rasch zu einer der wichtigsten Handelsstädte der Steiermark und wurde mit zahlreichen Privilegien ausgestattet. Zu den wichtigsten Handelsgütern zählten ungarisches Schlachtvieh, Wein, Honig sowie Holz, Salz und Eisen.
Neben dem Landweg von Ungarn kommend, spielte der Transport auf dem Wasserweg Mur eine wichtige Rolle. Dort konnten die Waren rascher und preisgünstiger befördert werden. Umfangreiche Handelsbeziehungen zwischen Ober- und Untersteiermark waren so durch die Mur möglich. Radkersburg wuchs bald zu einem überregionalen Handelszentrum heran. Ihren wirtschaftlichen Höhepunkt erreichte die Stadt 1498, als sie im Steueranschlag hinter Graz an zweiter Stelle stand.
Die Handwerker waren in Zünften organisiert. Diese Verbände gleicher
Gewerbetreibender verfolgten neben wirtschaftlichen auch soziale sowie religiöse Interessen. Ihre gesetzesähnlichen Zunftordnungen mussten streng befolgt werden.
Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein waren die Zünfte für die gewerbliche Entwicklung besonders wichtig. Marktkontrolle sowie der Schutz vor Konkurrenz sollten für wirtschaftliche Stabilität sorgen.
Es herrschte Zunftzwang und die Anzahl der Meisterbetriebe war genau bestimmt, um den Wettbewerb in engen Grenzen halten zu können. Daneben gab es für die Angehörigen der Zunft strenge Verhaltensregeln, um die Berufs- und Standesehre zu sichern. Aber auch soziale Hilfeleistungen, wie beispielsweise die Versorgung von Witwen und Waisen von Zunftmitgliedern waren innerhalb einer Zunft geregelt. Auch gab es Pflichten religiöser Natur: jede Zunft musste der Kirche Wachs spenden und sich an Gottesdiensten und Prozessionen beteiligen. Die Zunft griff also weitreichend in die Leben ihrer Mitglieder ein. Die Zünfte verlangten einen christlich-frommen Lebensstil.
Während die strenge Regelung des Handwerks im Mittelalter noch ausgezeichnet funktionierte, wurden die Zünfte schon bald ein Hemmnis für die innovative Entfaltung der Wirtschaft. Bad Radkersburg zeigt im „Museum im alten Zeughaus“ seine wertvollen bis heute zu einem großen Teil mit Inhalt erhaltenen 17 Zunfttruhen. Sie legen ein Zeugnis längst untergegangener Handwerkskultur ab.

















