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Tier- und Pflanzenwelt im Süden der Steiermark

Lebensraum in der Natur rund um Bad Radkersburg

Die Murauen Bad Radkersburgs sind Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Zu jeder Jahreszeit sind hier viele verschiedene Lebewesen zu finden. Entdecken Sie die Vielfalt der Natur bei einer Wanderung oder einer Radtour durch die Murauen.

Typisch für den frühen Frühling in der Region ist der Bärlauch, der sich über die Auwaldböden ausbreitet. Über den Sommer ist sind die Murauen natürlich sehr belebt. Aber auch im Herbst und Winter ist die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu unterschätzen.

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Haselwurz am Auwaldboden
Lungenkraut in der Region Bad Radkersburg

Vorfrühling und Frühling in den Murauen von Bad Radkersburg

Die beliebteste Zeit für einen Besuch im Auwald ist für viele der Beginn des Frühlings im März. Berühmt sind die Murauen wegen des Bärlauchs, der zu dieser Zeit häufig auch mit der giftigen Herbstzeitlosen verwechselt wird. Jetzt blühen auch die Frühblüher wie Schneeglöckchen, Frühlingsknotenblumen und Lungenkraut.

Das Schneeglöckchen steht in den Murauen unter Schutz, weshalb das Ausgraben verboten ist. Die Frühlingsknotenblume ist die Schwester des Schneeglöckchens und wird auch als Märzenbecher bezeichnet.

Das Lungenkraut erhielt seinen Namen druch die weißen Tupfen auf den Blättern, die wie Lungenbläschen aussehen. Die Blüten sind blau und rot, weswegen es auch den Namen "Hänsel und Gretel" trägt.

Im Auwald ist ein großer Artenreichtum zu finden, da hier viele Übergangs-Lebensräume für Lebewesen vorliegen. Diese sind der Waldrand, die Schotterinseln und der Murdamm. Typisch für die Murauen sind auch die Lahnen. Dies sind ehemalige Altarme der Mur. Beim Betreten der Au glaubt man in einer fremden Welt zu sein: ein dschungelartiges Dickicht aus Pappeln, Stieleichen, Akazien, an denen viele Kletterpflanzen wie Hopfen, Waldrebe und Efeu wachsen.

Der Efeu klettert im Auwald auf die Bäume. Seine Beeren reifen im Frühjahr und sind für Vögel eine willkommene Nahrung. Flatterulme und Schwarzpappel sind brettartige Stämme, die den Bäumen in der Au Halt geben.

Die Haselwurz wächst dicht am Boden. Die kleinen, weißen Samen werden von Ameisen verschleppt. Die merkwürdigen, dunkelroten Blüten befinden sich knapp am Boden und riechen nach Pfeffer.

Im Frühling gibt es im Auwald vor allem viele Vögel, die mit ihren arteigenen Gesängen die Umgebung ausfüllen. Der Buchfink ist der am häufigsten vorkommende Vogel Österreichs. Der Graureier wird 90 - 100 cm groß und verbringt oft stundenlang die Zeit an Ufern oder auf freiem Feld. Der Kormoran ist ca. so groß wie ein Storch und überwintert in den Radkersburger Murauen. Die Mönchsgrasmücke oder auch Schwarzplalltl genannt, ist ein häufig gefundener Vogel, der sehr laut ist. Nicht zu überhören ist auch der kleine schwarz-weiße Halsbandschnäpper.

Unter strengem Schutz stehen die vorkommenden Schlangenarten. Diese sind die Ringelnatter, die Schlingnatter, die Äskulapnatter und die Würfelnatter. Keine von ihnen ist jedoch giftig.

Auch Schmetterlinge sind in der Natur Bad Radkersburgs zu finden. Der Aurorafalter ist auf schattigen Waldwegen anzutreffen. Seine Raupen sind länglich und grün.

Mit dem Ende des Frühlings beginnt die Robinie oder falsche Akazie zu blühen. Sie kommt ursprünglich aus Mittelamerika und breitet sich im Auwald stark aus. Die Schmetterlingsblüten sind wichtige Bienennahrung und liefern den sogenannten Akazienhonig.

Graureier in der freien Natur
Ringelnatter in Bad Radkersburg

Sommer in den Murauen von Bad Radkersburg

In der warmen Jahreszeit wird der Auwald von Einwanderern und Pflanzen aus fremden Ländern belebt. Viele von ihnen verbreiten sich hier so gut, da Schädlinge, die sie aus der Heimat kennen, hier nicht zu finden sind.

Auch in der Vogelwelt herrscht Hochsaison. Zu Tausenden sind jetzt die Jungvögel ausgeflogen. Üer der Mur jagen die jungen Bachstelzen, Schwalben und Grauschnäpper. 

Die Bachstelze ist eine Singvogelart und ist mit ihrem schwarz - weißen Gefieder überall zu sehen, wo es feucht ist.

Auch die Schwalben gehören  zu den Singvögeln, die mit ihrem schlanken Körper typisch für Österreich sind.

Auf toten Ästen, die über die Mur herausragen siet man den Grauschnäpper häufig. Der unauffällige, lebhafte Vogel fängt im Flug Inseken.

Kleine Bewohner des Auwaldes sind in der warmen Jahreszeit Hischkäfer, Fallnetzspinne und Spanische Wegschnecke. Aber auch Schmetterlinge wie der Admiral und der Kaisermantel sind zu finden.

Am Boden des Auwaldes gibt es im Sommer viele verschiedene Pflanzen. Die Wegmalve mit dem typischen Moschus-Geruch, das einjährige Berufkraut und die schwarze Königskerze sind nur einige davon. Der Bärklau bildet ein vitaminreiches Gemüse und wird auch als Hasenfutter verwendet.

Die Zaunwinde ist auf Maisfeldern zwar nicht gerne gesehen, im Auwald zeigt sie sich jedoch von seiner schönsten Seite. Sie vermehrt sich wirksam durch flach unterirdisch wachsende Wurzelstöcke. Bei Verstopfung ist Tee aus den Wurzeln ein starkes Abführmittel.

Das Drüsenspringkraut kommt aus dem Himalaya und breitet sich in ganz Europa aus, was ein großes Problem darstellt. Entlang von Flußläufen verdrängt es Brennesselen und Zaunwinden. Seine orchideenartigen Blüten bieten viel Nektar für Bienen und Hummeln.

Grauschnäpper auf einem Ast an der Mur
Bärklau am Auwaldboden Bad Radkersburgs

Herbst in den Murauen von Bad Radkersburg

Der Herbst beeindruckt durch die vielen bunten Farben. Die Blätter der Bäume würden im Winter verdursten und vertrocknen, da der gefrorene Boden nicht genug Wasser liefert. Daher werden mit dem Einsetzen des Frostes die Blätter abgworfen.

Vor dem Laubabwurf werden den Blättern noch wertvolle Stoffe entzogen, etwa das Magnesium, welches die grüne Farbe des Chlorophylls bedingt. Zum Teil wird das Chlorophyll in andere Farbstoffe umgewandelt. Die Folge sind bunte Farben. Die Jungfernrebe belebt durch die leuchtend roten Blätter den Auwald. Neben den roten Farben fallen manche Bäume durch gelbe Blätter auf, sowie der Spitzahorn und die Ulme. Der Rote Hartriegel zeigt im Herbst rote Zeite und Blätter. Manche Bäume, wie die Eichen behalten die trockenen Blätter. Andere sind immergrün, wie der Efeu.

Hopfen, Weißdorn und Liguster zeigen im Herbst Fruchtstände. Der Hopfen gehört zu den Hanfgewächsen. Weißdorn trägt rote und Liguster schwarze Beeren.

Die Samen des Pfaffenhütchen sind start giftig und werden gegen Kopfläuse verwendet. Vor der Anwendung wird jedoch gewarnt.

Im Herbst finden Sie im Auwald auch viele Früchte und Pilze. Gängige Pilze wie Herrenpilz und Eierschwammerl gibt es aber nicht. Hingegen treten holzbewohnende Schwämme, von denen viele genießbar und nur wenige giftig sind, an. Zu den genießbaren Pilzen gehören Judasohr, Großer Scheidling und Tintlinge. Ungenießbar, aber schön ist der Schmetterlingstramete.

In der Vogelwelt gibt es im Herbst einen großen Wandel. Die Wintergäste wie Saatkrähen, Raubwürger und Kormorane treffen nach und nach ein, während die letzten Zugvögel wie Stare und Bachstelzen noch ausharren.

Rote Jungfernrebe in der Natur im Herbst
Schwarzspecht im Auwald Bad Radkersburgs

Winter in den Murauen von Bad Radkersburg

 Für die Lebewesen n der Au ist der Winter eine harte Zeit. Wer aber glaubt, dass es in dieser Zeit nichts Interessantes zu entdecken gibt, der täuscht sich. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Murauen und entdecken Sie die Natur in der kalten Jahreszeit.

Die Standvögel bleiben den Winter über im Auwald. Diese sind Finken, Meisen, Droseln, Bussarde und Turmfalken. Wintergäste aus dem Osten und den Bergen sind Saatkrähen, Wacholderdrosseln, Zeisige, Gimpel und Wasserpieper. Von den Meeresküsten verziehen sich auch Möwen, Prachttaucher und Seeadler in die Murauen.

Auffalend ist jetzt der Gänsesäger. Er ist verwandt mit den Enten. Mit seinem Hakenschnabel ist er ein Fischfänger, der bis zu 1 Minute lang mehrere Meter tief tauchen kann.

Auch Spuren von Dachsen und Fischottern findet man im Winter.

Im Winter sind die Bäume ohne Blätter, weshalb sie oft schwer zu erkenen sind. Die Parmelia oder auch Kleienflchte bildet auf den Rinden von Eichen große Bewüchse, so genannte Lager.

Bedingt durch das viele Totholz, finden sich in den Murauen unzählige Baumpilze, wie der Sammtfußrübling, der Birkenporling, der Spaltblättling und der Hallimasch.

Lachmöwe als Wintergast in Bad Radkersburg
Sammtfußrübling an der Rinde der Bäume im Auwald
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