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Kren - der Scharfmacher in der Region

Steirischer Kren g.g.A. im Süden der Steiermark

Da kommen einem doch glatt die Freudentränen! Im Herbst dreht sich in der Region Bad Radkersburg kulinarisch alles um den Steirischen Kren g.g.A., der vor allem für seine würzige Schärfe geschätzt wird. Das vorherrschende milde Klima bietet dem Scharfmacher herrvorragende Wachstumsbedingungen. Auch der schwere, tiefgründige Lehmboden in der Region sorgt für eine optimale Entwicklung und verleiht dem Steirischen Kren seine besondere Schärfe. Rund 95% des österreichischen Krens (auch Meerrettich genannt) werden im Steirischen Vulkanland bis in die Region Bad Radkersburg angebaut.

Nicht nur der Kren spielt die Hauptrolle im Genussherbst, auch der Kürbis und die Käferbohne kommen bei ausgewählten mund.art Wirten auf den Tisch. Im Frühling dreht sich alles um den Waldknopfl, dem Bärlauch. Wenn Sie im Frühling eine Radtour in die Murauen um Bad Radkersburg und Halbenrain unternehmen, riechen Sie schon von weiten den intensiven Duft des Bärlauches.

Krensuppe, Krenlikör, Kreneis - die kreativen Köche der lokalen Gastronomie und Buschenschänken stellen das krengeniale Wurzelgemüse in den Mittelpunkt ihrer Speisen. Der Kren ist aber nicht nur ein charmant-scharfer kulinarischer Begleiter, sondern auch sehr gesund. Bereits 1500 vor Christus wurde im alten Ägypten Kren angebaut - schon damals wussten die Pharaonen um die medizinischen Qualitäten des Krens.

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Krengenuss

Von der Ernte bis zum Genuss des Kren

Kren ist eine der aufwendigsten Kulturen, sind doch 1.000 Arbeitsstunden pro Hektar nötig. Der Volksmund spricht also zu Recht davon, dass "Kren jeden Tag seinen Herren sehen will". 

Von Mitte März bis Mitte April werden 30 bis 35 cm lange Setzlinge, waagrecht in den Boden gelegt, in der Steiermark werden Sie auch als "Fechser" bezeichnet. Diese werden von den Landwirten bei der Enrte gewonnen und über den Winter aufbewahrt. Im Sommer (Ende Mai bis Mitte Juni) beginnt das "Kren heben". Dabei werden die Wurzeln freigelegt und Seitentriebe sowie Seitenwurzeln bis auf den Kräftigsten entfernt.

Im November wird der Kren geernet, man sprich in der Steiermark von "Kren ausbaun". Es werden nicht die ganzen Krenwurzen gerernet. Ein Teil bleibt über den Winter im Acker und wird erst im Frühling geernet. Der Kren lässt sich ganz einfach lagern, sodass in der gesamten Region über das ganze Jahr Krengenuss garantiert wird.

Krenwurzeln

Kren - Entdeckungsreise

Speziell im September und Oktober dreht sich kulinarisch alles um den Kren.

Ob in Gastronomiebetrieben oder Buschenschänken, Kren wird vielseitig verarbeitet, auf der Brettljause, für Suppen, Saucen und sogar in süßen Desserts.

REZEPTTIPP Steirisches Wurzelgemüse

Zutaten für 4 Personen:
100 g Schweinsschulter
ca. 300 g Wurzelgemüse

Essig

SteirerKren
Schnittlauch
Salz

Zubereitung:

Die Schweinsschulter und die Abschnitte vom Wurzelgemüse in leicht gesalzenen Wasser ca. 90 min. leicht köcheln lassen. Sobald das Fleisch weich ist, etwas Kochsud abseihen und das in Streifen geschnittene Wurzelgemüse der Reihe nach gelbe Rüben, Karotten und Sellerie im Abstand von ca. 2 min. einlegen und weichkochen. Den Wurzelsud mit Essig abschmecken.

Das Fleisch in Scheiben schneiden und mit dem Wurzelgemüse sowie mit etwas Suppe anrichten. Mit frisch geriebenen SteirerKren und Schnittlauch sofort servieren.

Dazu Salz-oder Kümmelerdäpfel. Guten Appetit! 

Zubereitungstipps

  • für die Zubereitung muss die Wurzel zuerst geschält und anschließend gerieben werden
  • wichtig beim Reiben: unbedingt senkrecht zur Reibefläche halten, damit sich keine Fasern bilden

  • um das volle Aroma zu bewahren, muss der Steirische Kren rasch serviert werden
  • das Beträufeln mit Zitronensaft oder Essig hilft, um Verfärbungen zu vermeiden
  • egal, ob zur Brettljause, als geschmackvolle Zutat im traditionellen Käferbohnensalat, in Suppen, Saucen, Beilagen, Aufstrichen - Steirischer Kren gibt jedem Gericht das gewisse Etwas (und die gewisse Schärfe!)

(Quelle Text: Landesverband Steirischer Gemüsebauern
Quelle Beitragsbilder: © SteirerKren)

    Kren gerieben
    Steirischer Kren g.g.A.

    Gesundheitliche Wirkung des Krens

    Natürliches Antibiotikum

    Überlieferungen zu Folge wurde der Steirische Kren schon seit jeher als bewährtes Hausmittel geschätzt. Im Volksmund wird das Wurzelgemüse als "Penicillin des Gartens" bezeichnet, da es eine Art natürliches Antibiotikum ist: Die Senföle, Vitamine und Mineralstoffe im Kren wirken desinfizierend, reinigend, durchblutungsfördernd und antibakteriell. Kren stärkt die Abwehrkräfte, wirkt Husten lösend und ist ein empfohlenes Vorbeugemittel gegen Erkältungen.

    Was der Kren alles kann . . .

    Äußerlich wird er als Breiumschlag bei Rheuma, Gicht und anderen Nervenschmerzen eingesetzt. Kren fördert zudem die Nierentätigkeit und kann sogar bei Kopfschmerzen hilfreich sein. Auch bei Magen-Darm-Störungen ist Kren wirksam. Ein rundum gesunder Genuss, dieses krengeniale Gemüse!

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