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Chronologie

Von der ersten Urkunde zur Tourismusregion

Seit der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt Bad Radkersburg im Jahr 1182 ist Bad Radkersburg zu einem touristischen Zentrum im Thermenland Steiermark geworden. Das bedeutet eine Zahl von fast 600.000 Nächtigungen in der Region.

Sanfter Tourismus ist weiterhin das Motto der Region. Von der Parktherme über die Wanderwege und Radwege bis hin zu den Nachbargemeinden Halbenrain, Klöch und Tieschen, die gemeinsam mit der Stadt Bad Radkersburg die Tourismusregion bilden.

Hauptplatz Bad Radkersburg
Hauptplatz Bad Radkersburg

Von 1182 bis in die Gegenwart

1182Erste urkundliche Erwähnung als "Rakerspruch"
1299Radkersburg wird zum ersten Mal als Stadt bezeichnet.
1383

Verleihung des Niederlagsrechts
Alle Händler, die Radkersburg passieren wollen, müssen hier ihre Waren für drei Tage zum Verkauf anbieten. Dies gilt auch für alle auf der Mur transportierten Güter.  Dadurch steigen die Radkersburger zu wichtigen Zwischenhändlern auf.

1428Verleihung des Weinvorkaufrechts für die Zeit zwischen 29. September und 25. November. Das heißt, nur den Bürgern von Radkersburg war es in dieser Zeit erlaubt, Wein und Most von den Bauern des „Weingays“ zu kaufen.
1480Ungarische Truppen unter Mathias Corvinus nehmen Radkersburg ein.
1490Die Stadt wird kampflos von den Ungarn an Kaiser Maximilian I. übergeben.
1496Ausweisungsbefehl an alle Juden Innerösterreichs unter Kaiser Maximilian I.
Alle Juden in Radkersburg müssen die Stadt verlassen.
1498Radkersburg geht es wirtschaftlich außerordentlich gut, es hat die zweithöchsten
Steuereinnahmen hinter Graz.
1528Die Lehre Martin Luthers erhält in Radkersburg starken Zulauf.
1546-
1591

Auf Grund der Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich wird auch die Befestigungsanlage in Radkersburg ausgebaut. Domenico dell’Allio leitete den Umbau im italienischen Bastionsystem.

1582Erhebung Radkersburgs am Augsburger Reichstag zur Reichsfeste
1599-1600Die Gegenreformation in Radkersburg. Bischof Martin Brenner marschiert mit Soldaten in Radkersburg ein und setzt mit Gewalt den Katholizismus wieder durch. Dabei wird die protestantische Kirche gesprengt.
1680Ausbruch der Pest, rund ein Drittel der Bevölkerung stirbt
1750Verheerender Stadtbrand
1773Auflassung der Festung
1787Kaiser Josef II. besucht Radkersburg
1790Nach einem neuerlichen Stadtbrand werden die Häuserfassaden neu gestaltet. Diese Biedermeierfassaden prägen bis heute das Stadtbild.
1838Abtragung des Ungartores
1859Gründung des Bezirkes Radkersburg
1865Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1883Kaiser Franz Joseph besucht Radkersburg
1885Eröffnung der Bahnlinie Spielfeld-Radkersburg
1887Abtragung des Grazertores
1918Nach dem 1. Weltkrieg und dem Zusammenbruch der Monarchie wird Radkersburg von südslawischen Truppen besetzt.
1919156 Männer aus Radkersburg und Umgebung erheben sich am 4. Februar gegen diese Besetzung. Dieser Kampf war für sie jedoch erfolglos.
1920Erst der Friedensvertrag von St. Germain sichert den Verbleib Radkersburgs bei Österreich. Allerdings verliert die Stadt über 50 Prozent ihres Gemeindegebietes.
Da die Mur zwischen Spielfeld und Radkersburg als Grenze zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen festgesetzt wird, wird Radkersburg zu einer geteilten Stadt.
1927Bei der Suche nach Erdöl stößt man auf eine Mineralwasserquelle, das spätere „longlife“.
1934Juliputsch der illegalen Nationalsozialisten in Österreich, starke Beteiligung der Radkersburger SA
1941Beim Angriff Großdeutschlands auf Jugoslawien wird Radkersburg für kurze Zeit zum Kriegsschauplatz.
1945Einzug der sowjetischen Truppen in Radkersburg im April
Sprengung der Eisenbahnbrücke sowie der Straßenbrücke durch deutsche Soldaten auf ihrem Rückzug nach Oberradkersburg/Gornja Radgona, von wo aus sie Radkersburg unter Beschuss nehmen. Nur vier Radkersburger Häuser gehen ohne Schäden aus den Kampfhandlungen hervor. Bulgarische Soldaten und Tito-Partisanen besetzen zusätzlich die Stadt. Schließlich ziehen im Juli Briten ein, da die Steiermark zur britischen Besatzungszone gehört. Bis 1949 stellt Jugoslawien Ansprüche auf Radkersburg
1952Bau einer Behelfsbrücke über die Mur unter britischer Besatzung.
1963Eröffnung des Parkbades
1966Eröffnung des Kurmittelhauses
1969Einweihung der Grenzbrücke über die Mur durch Bundespräsident Franz Jonas und Marschall Josip Broz Tito
1975Ernennung zum Kurort, seitdem führt Radkersburg den Zusatz „Bad“ im Namen
1978Verleihung der Europagoldmedaille für Denkmalpflege
Auffindung der Thermalquelle in über 1900 m Tiefe

1991

Unabhängigkeitskrieg Sloweniens, auch Gornja Radgona ist Kriegsschauplatz. Slowenien wird ein unabhängiger Staat.

2000Die Altstadt wird wieder einer umfassenden Revitalisierung unterzogen.
2001Eine zweite Thermalquelle wird in einer Tiefe von 1970 Meter erschlossen.
2004Slowenien tritt der EU bei.
2007Grenzbalken zwischen Bad Radkersburg und Gornja Radgona fallen.
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