• Früher Frühling in den Weinbergen
  • Frühlingsfit in der Region
  • Frühlingsgefühle
  • Früher Frühling in den Bad Radkersburg Murauen
  • Flaniern & RAdieren Nightlife
Suchen & Buchen

Anradeln 2017 - das RADopening der Steiermark

Radregion Bad Radkersburg

Österreichs sonnigste RAD-Region lädt wieder zum beliebten "Anradeln".

mehr Informationen

Geschichte von Bad Radkersburg

Lernen Sie uns kennen!

Bad Radkersburg hat eine beeindruckende Geschichte und wurde 1182 erstmals urkundlich erwähnt. 1978 wurde Bad Radkersburg als bisher einzige Stadt Österreichs mit der Europagoldmedaille für Denkmalpflege ausgezeichnet. Von der Renaissance bis zum Jugendstil finden Sie alle Baustile.

Gerne haben Sie die Möglichkeit die Altstadt selbst zu erkunden oder bei einem geführten Altstadtrundgang alles zu erfahren!

Die Region um Bad Radkersburg hat viel zu bieten: Von der Parktherme über die Wanderwege und Radwege bis hin zu den Nachbargemeinden HalbenrainKlöch und Tieschen die gemeinsam mit der Stadt Bad Radkersburg die Tourismusregion bilden.

Aber auch viele Sehenswürdigkeiten rund um Bad Radkersburg und zahlreiche Veranstaltungen werden Sie während Ihres Urlaubs begeistern!

Flanieren und Radieren in der Altstadt

Auf den Geschmack gekommen?

Haben Sie so richtig Lust auf Urlaub? Auf Erholung im warmen Wasser der Parktherme, auf gemütliche Wanderungen und Radtouren, auf einen Bummel in der Alstadt und zahlreiche Veranstaltungen? Dann stöbern Sie doch gleich in den Pauschalangeboten!

zu den Pauschalangeboten der Region     zu den Unterkünften der Region

Von der Siedlung zur Stadt im 13. Jahrhundert

An der Mur gelegen, zog die Gegend um die heutige Stadt schon immer Menschen an. Es kann von einer Siedlungskontinuität ab dem Ende der Jungsteinzeit ausgegangen werden. Grundsätzlich vertiefen wichtige Handelswege entlang großer Flüsse, dementsprechend wichtig war auch die Mur. Sie verband die Steiermark mit den Karpaten, den mediterranen Raum und den Balkan. Der Handel auf dem Wasserweg prägte den Raum und die spätere Stadt Radkersburg über Jahrhunderte.

Am Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstraßen gelegen, einerseits an der Landstraße aus Ungarn kommend und andererseits am Wasserweg Mur, entstanden einige Häuser. Es entwickelte sich daraus ein Markt und schließlich die Stadt Radkersburg. Händler und Gewerbetreibende ließen sich vor Ort nieder.

Wann Radkersburg als Siedlung erschlossen wurde und wer sie gegründet hat, ist jedoch nicht mehr eindeutig rekonstruierbar. Auch der Zeitpunkt, ab dem Radkersburg unter landesfürstliche Herrschaft fiel, bleibt unbekannt. Einige Eckdaten sind dennoch bekannt: Die erste urkundliche Erwähnung des Namens Radkersburg stammt aus dem Jahr 1182, dezidiert als Stadt wurde der Ort erstmals 1299 in einer Urkunde genannt.

Man kann davon ausgehen, dass die Siedlung Ende des 13. Jahrhunderts nach einem Plan zur Stadt umgebaut und erweitert sowie befestigt wurde.

Die Steiermark im 13. Jahrhundert

Italienische Baukunst von Domenico dell'Allio

Radkersburg hatte von Anfang an eine militärstrategische Bedeutung: Auf Grund der Grenzlage zu Ungarn war die Stadt bereits im Mittelalter von einer hohen Ringmauer mit Wehrtürmen umgeben. Diese Festung hatte die Aufgabe, einen ersten Ansturm möglicher Feinde aus dem Südosten zu brechen und somit ein Vordringen gegen die Landeshauptstadt Graz durch das untere Murtal zu verhindern.

Die Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich im 16. Jahrhundert und das Aufkommen neuer Waffentechniken zwangen die Radkersburger zur Erneuerung und Modernisierung der Befestigungsanlagen.  Aufgrund ihrer besonderen Kenntnisse im Festungsbau wurden oberitalienische Baumeister ins Land geholt, allen voran der aus Lugano stammende Domenico dell'Allio. Als oberster Festungsbaumeister Innerösterreichs war er auch für die erste Bauphase in Radkersburg verantwortlich. Ab 1546 wurde die Festung Radkersburgs im italienischen Bastionensystem aus- und umgebaut.

Festung - Burg Bad Radkersburg

Damals war die Stadt von zwei Murarmen umgeben, daraus ergab sich die Insellage Radkersburgs. Zusätzlich leitete man Wasser in den die Stadt umgebenden tiefen Graben, was wiederum die Gefahr von Überschwemmungen noch stärker werden ließ. Der Murarm an der Nordseite begann ab dem 18. Jahrhundert jedoch zu versanden und verschwand schließlich ganz.

Im Jahr 1582 wurde Radkersburg auf dem Reichstag von Augsburg zur Reichsfestung erhoben. Die Festung nahm im Lauf des 16. und 17. Jahrhunderts immer wieder großen Schaden durch Hochwässer und Brände. Sie konnte nie völlig fertig gestellt werden, befand sich oft in sehr schlechtem Zustand, musste häufig instand gesetzt werden und verlor schließlich nach den Friedensschlüssen mit dem Osmanischen Reich ihre Funktion. Im Jahr 1773 wurde sie aufgelöst.

Noch heute prägt die Renaissancebefestigung das Erscheinungsbild von Radkersburg.
Auch zahlreiche Renaissancebauten erinnern an das 16. Jahrhundert und tragen die Handschrift italienischer Baumeister, Maurer und Steinmetze.

Handelsstädte Bad Radkersburg

Am Schnittpunkt wichtiger Handelsstraßen gelegen, entwickelte sich Radkersburg bis zum Spätmittelalter rasch zu einer der wichtigsten Handelsstädte der Steiermark und wurde mit zahlreichen Privilegien ausgestattet. Zu den wichtigsten Handelsgütern zählten ungarisches Schlachtvieh, Wein, Honig sowie Holz, Salz und Eisen.

Neben dem Landweg über Ungarn, spielte der Transport auf dem Wasserweg Mur eine wichtige Rolle. Dort konnten die Waren rascher und preisgünstiger befördert werden. Umfangreiche Handelsbeziehungen zwischen der Ober- und Untersteiermark waren auf diese Weise möglich. Radkersburg wuchs bald zu einem überregionalen Handelszentrum heran. Ihren wirtschaftlichen Höhepunkt erreichte die Stadt 1498, als sie im Steueranschlag hinter Graz an zweiter Stelle stand.

Bild-des-Weingays-1618
Museum im Zeughaus

Ab dem 14. Jahrhundert wurde das Radkersburger Handwerk immer wichtiger und konnte sich reich entfalten. Die Gewerbetreibenden waren maßgeblich für das wirtschaftliche  und kulturelle Leben in der Stadt verantwortlich.

Die Handwerker waren in Zünften organisiert. Diese Verbände gleicher
Gewerbetreibender verfolgten neben wirtschaftlichen auch soziale sowie religiöse Interessen. Ihre gesetzesähnlichen Zunftordnungen mussten streng befolgt werden.

Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein waren die Zünfte für die gewerbliche Entwicklung  besonders wichtig. Marktkontrolle sowie der Schutz vor Konkurrenz sollten für wirtschaftliche Stabilität sorgen.

Es herrschte Zunftzwang und die Anzahl der Meisterbetriebe war genau bestimmt, um den Wettbewerb in Grenzen halten zu können. Daneben gab es für die Angehörigen der Zunft strenge Verhaltensregeln, um die Berufs- und Standesehre zu sichern. Aber auch soziale Hilfeleistungen, wie beispielsweise die Versorgung von Witwen und Waisen der Zunftmitglieder waren innerhalb einer Zunft geregelt. Daneben gab es Pflichten religiöser Natur: Jede Zunft musste der Kirche Wachs spenden und sich an Gottesdiensten und Prozessionen beteiligen. Die Zünfte verlangten einen christlich-frommen Lebensstil. Die Zunft griff also weitreichend in die Leben ihrer Mitglieder ein.

Während die strenge Regelung des Handwerks im Mittelalter noch ausgezeichnet funktionierte, wurden die Zünfte schon bald ein Hemmnis für die innovative Entfaltung der Wirtschaft.  Bad Radkersburg zeigt im "Museum im alten Zeughaus" seine wertvollen bis heute zu einem großen Teil mit Inhalt erhaltenen 17 Zunfttruhen. Sie legen ein Zeugnis längst untergegangener Handwerkskultur ab.

Krisen & Kriege in Bad Radkersburg

Stadtbrand 1750

Das Ende der wirtschaftlichen Blütezeit, der neuzeitliche Verlust der Bedeutung als Handelsstadt und die Auflassung der Festung im 18. Jahrhundert stellten einen Wendepunkt in der Geschichte der Stadt dar.

Zahlreiche Katastrophen wie Stadtbrände, Seuchen, Hochwasser sowie kriegerische Auseinandersetzungen, welche das Umland von Radkersburg teils in schwere Mitleidenschaft zogen, markierten den Niedergang der einst im Mittelalter so wohlhabenden Stadt.

Zudem mussten die Juden 1496 beim Pogrom in Innerösterreich unter
Kaiser Maximilian I. die Stadt verlassen. Es kam zu einem wirtschaftlichen Aderlass von Radkersburg, denn mit den Juden verschwanden auch wirtschaftliche Kreativität und Potenzial.

Die Bevölkerung litt ebenso stark unter der Gegenreformation, mussten doch die zum Großteil protestantischen Radkersburger Bürger wieder zum katholischen Glauben zurückkehren. Der massive Druck, unter dem die Gegenreformation stattfand, führte zu einem der Wirtschaft nicht besonders zuträglichen Klima des Misstrauens.

Die Mur als Handelsweg wurde im Laufe der Zeit immer unattraktiver und teurer. Der Bau der Südbahn Mitte des 19. Jahrhunderts und somit eine Ausrichtung des Verkehrs von Wien zur Adria versetzte Radkersburg immer mehr in eine verkehrstechnisch gesehene Randlage. Im Unterschied zum Mittelalter wurde Radkersburg nun von den Hauptverkehrsadern umgangen. Erst im Jahr 1885 wurde die Stadt durch den Bau der Bahnlinie Spielfeld-Radkersburg an das Eisenbahnnetz angebunden. Diese Bahnstrecke wurde schließlich bis nach Luttenberg/Ljutomer in der Untersteiermark erweitert.

X