Das Museum im alten Zeughaus
Museum im alten Zeughaus
Emmenstraße 9
A-8490 Bad Radkersburg
Tel: +43(0)3476/350010300
Fax: +43(0)3476/2509-38 (Stadtgemeinde)
Mail: museum (at) badradkersburg. at
Das neugestaltete Regionalmuseum "Museum im alten Zeughaus" befindet sich im ehemaligen landschaftlichen Zeughaus, das 1588 erbaut wurde.
Ursprünglich war das Gebäude mit dem Provianthaus in der Langgasse durch einen hof verbunden. Der Innenhof mit den zweigeschossigen Arkaden gehört zu den eindruckvollsten der Stadt und zeigt wiederum den Einfluß italienischer Baumeister.
Durch das Haupttor des Hauses gelangt man in die Emmenstraße, die einst Sporgasse hieß. Benannt nach der Zunft der Sporer, das waren Büchsenmacher und Messerschmiede.
Im großzügig erbauten Palais Nadasdy befindet sich heute die Hauptschule. Die Bindergasse, benannt nach den Fassbindern, verbindet die Emmenstraße mit dem Hauptplatz.
Mit der Neueröffnung im Mai 1998 versteht sich das “Museum im alten Zeughaus” nunmehr als historisch-volkskundliche aber auch aktuelle “Visitenkarte” der Stadt und ihrer Umgebung.
Der Rundgang durch das Museum ist wie ein Gang durch die Geschichte. Er beginnt in der Vor- und Frühgeschichte, die im großen und ganzen “im Dunkeln” liegt, und endet mit einem Blick auf mögliche Perspektiven für die BewohnerInnen der Stadt und ihrer Umgebung.
Dieser historische Rundgang wurde auf der Basis schon vorhandener Forschungsergebnisse entwickelt und stellt eine Zusammenschau der Publikationen zur Geschichte der Stadt und der Region unter dekonstruktivistischen Gesichtspunkten dar, das heißt es soll deutlich werden, daß Geschichte von der Wissenschaft gemacht wird und selbst harte Daten und Fakten immer einer subjektiven Interpretation unterliegen.
Das Museum verfügt über umfangreiche und zum Teil sehr wertvolle Bestände. Als Beispiel seien hier eine der größten geschlossenen Zunfttruhensammlungen Europas, gefüllt mit Originaldokumenten, eine Reihe von vor- und frühgeschichtlichen Fundgegenständen (etwa einen “Negauer Helm”) oder die “Sammlung Richard Prettner” (ca. 5.000 Glasplattennegative eines Privatfotographen) genannt.
Diese Objekte werden in einer inszenierten Ausstellung den BesucherInnen präsentiert. Für diesen gestalterischen Leitgedanken steht stellvertretend die Brücke, die nicht nur den ehemals getrennten vorderen Gebäudetrakt des Museums mit dem hinteren verbindet, sondern als Symbol für Völkerverständigung und Aufbruch steht.
Das Konzept sprengt den Rahmen eines traditionellen Regionalmuseums nicht nur philosophisch durch seine Orientierung an einem konstruktivistischen Geschichtsverständnis, sondern auch räumlich, indem es den klassischen Museumsraum erweitert:
In Anlehnung an die französischen “Eco-Museen” stellt es modellhaft Bezüge zwischen verschiedenen regionalen kulturhistorischen, ökonomischen, sozialen und/oder naturräumlichen Entwicklungen und Bedingungen her.
Dazu verbindet es den zentralen Museumsstandort - in unserem Fall das Stadtmuseum - mit relevanten “Bezugsorten” im Umland über Außenstellen, sogenannten Antennen, um eine regionale Vernetzung herzustellen.
Im Museum werden verdichtete Verweise auf bestimmte städtische und außerstädtische Entwicklungen gegeben, um die BesucherInnen anzuregen, auch die Stadt und ihre Umgebung - durchaus in einem grenzüberschreitenden Sinn - zu erkunden.
Solche “Antennen” sind etwa
- die vor- und frühgeschichtlichen Fundplätze in Hummersdorf, Tieschen und Grössing
- das Römerzeitliche Museum Ratschendorf
- das Pokrajinski muzej Murska Sobota oder
- eine Reise zu Kunstwerken des spätmittel-alterlichen Künstlers Johannes Aquila in Slowenien, Ungarn und Österreich.
Die Antenne “Handel - Handwerk - Gewerbe” verweist auf traditionelle Handwerksquartiere in der Stadt und moderne Formen früherer handwerklicher Fertigung in Gewerbebetrieben.
Neben einer ständigen Ausstellung bietet das Museum Platz für kulturelle Aktivitäten jeglicher Art (Wechselausstellungen, Konzerte, Lesungen, Seminare etc.). Insofern versteht sich das “Museum im alten Zeughaus” als ein Ort der Kommunikation.
Das Leitbild / Konzept des „Museum im alten Zeughaus“ soll Punkte wie Sammlung, Aufgaben und Vermittlung des Museums etc. klar herausstellen und gleichzeitig Geschichte und Inhalt der Institution in konzentrierter Form darstellen.
Dem Museumsteam ist es wichtig, das Leitbild zu veröffentlichen und so für Transparenz zu sorgen.
Öffnungszeiten & Führungen
- Mai bis Oktober am Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag
14.00 bis 18.00 Uhr
Führungen Mittwoch und Freitag um 15.00 Uhr - November, Februar, März und April
nur Führungen am Mittwoch und Freitag um 15.00 Uhr - Dezember und Jänner geschlossen
Museumsführungen sind auch jederzeit nach Voranmeldung möglich - wie auch museumspädagogische Programme für Schulkinder
Eintritts-Preise
| Erwachsenenkarte | € 3,50 pro Person |
| Ermäßigungskarte | |
| (mit Gästekarte, Gruppen ab 10 Personen) | € 3,00 pro Person |
| Schülerkarte (mit Ausweis) | € 1,50 pro Person |
| Familienkarte | € 5,00 |
| ermäßigte Preise für Ö1-Clubmitglieder! |




















